dsungarischer zwerghamster
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Zwergenleben
Hier finden Sie immer mal wieder kleine Geschichten aus den Leben unserer Hamster. Kleine Anekdoten können ebenso nachgelesen werden wie hilfreiche Tipps im Umgang mit dem dsungarischen Zwerghamster und interessante Erkenntnisse über das Verhalten der Fellnasen.

Teil 6
Kuscheltier Dsungare?

Manche unserer Zwerge schauen mit uns fern, andere unternehmen gerne eine Klettertour auf Sofas und Pullis. Viele kamen schreckhaft zu uns, alle klettern nun freiwillig auf unsere Hand. Kuscheltiere sind sie deswegen noch lange nicht.

Schon als Babys werden unsere Zwerge an die Hand gewöhnt
...und kommen gerne auf die Hand
Viele unserer Hamster warten schon darauf, dass es raus geht...
...und lieben ihre Ausflüge in den Auslauf ebenso wie das Sofa
und manch einer hat schon seinen festen Fernsehplatz

Der Dsungare ist ein Beobachtungs- und kein Kuscheltier!
Wer sich den Traum vom eigenen Zwerghamster erfüllt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder so zahm wird, dass er still auf dem Schoß sitzen bleibt oder einfach hochgehoben werden kann. Alle Babys werden von klein auf von uns an die Hand gewöhnt und krabbeln freiwillig drauf. Dennoch ist das keine Garantie dafür, dass der Hamster, wenn er in ein neues Zuhause kommt, sofort ebenso zutraulich ist. Die Tatsache, dass er aus dem Familienverbund kommt und nun allein ist, sowie die neue Umgebung sind schon genug Reize, die der Zwerg verarbeiten muss. Erst wenn er sich komplett eingewöhnt und sein Revier geschaffen hat, ist er bereit für Neues.
Wer sich einen Dsungaren anschafft, muss Geduld aufbringen, damit sich der Zwerg an ihn gewöhnt und ihm Vertrauen schenkt. Einige unserer Dsungaren waren sehr scheu, als sie bei uns einzogen. Bei manchen hat es zwei Monate gedauert, bis sie Vertrauen fassten und von alleine auf die Hand gekrabbelt kamen. Mittlerweile sind gerade diese Kandidaten diejenigen, die schon mit den Pfoten scharren und rauswollen, wenn sie bemerken, dass wir im Raum sind. Manchmal ist es ein langer Prozess. Ein paar verführende Lockmittel wie Mehlwürmer oder der spannende Auslauf sind Möglichkeiten, das Vertrauen zu gewinnen. Das einzige, was auf dem Weg zum zahmen Dsungaren aber tatsächlich weiterhilft, ist Geduld. Die kann im übrigen auch zu lahmen Armen führen, wenn man zehn Minuten lang die offene Handfläche mit Futter auf den Boden des Geheges legt und darauf hofft, dass der Zwerg Mut fasst...
Hinzu kommt, dass jeder Zwerghamster seinen ganz eigenen Charakter hat - der eine ist von Natur aus vorsichtig, der andere so neugierig, dass er seine Scheu schneller überwindet. Doch selbst wenn sie gerne auf die Hand kommen - auch das ist nicht Garant dafür, dass es ein "Kuschel"hamster wird, den man einfach greifen und hochheben kann. Manche lassen sich gerne auf der Handfläche durch die Gegend tragen, am ganzen Körper umfasst werden gefällt ihnen jedoch nicht. Das sollte man respektieren, ansonsten ist das gewonnene Vertrauen schnell zerstört.
Grundsätzlich sollte sich jeder Zwerghamster-Besitzer damit abfinden, dass Dsungaren Beobachtungstiere sind, die einem schon allein durch ihre Anwesenheit und ihr von der Natur mitgegebenes Wesen Freude bereiten. Nichts kann schöner sein, als einem Zwerg beim Klettern, Radlaufen und Buddeln zuzuschauen. Wer sich ein Kuscheltier wünscht, sollte eins aus Plüsch nehmen und kein Lebewesen!

 

Hier geht's zu Teil 1: Zwerg im Hitzewahn

Hier geht's zu Teil 2: Jones trifft Yndia

Hier geht's zu Teil 3: Kohldampf und Halbschlaf

Hier geht's zu Teil 4: Zwerge im Winterkleid

Hier geht's zu Teil 5: Ausbruchskünstler Yoda